Titel

01. The Post War Dream (Waters) - 2:56 min

02. Your Possible Pasts (Waters) - 4:38 min 03. One Of The Few (Waters) - 1:14 min 04. When The Tigers Broke Free (Waters) - 3:16 min 05. The Hero's Return (Waters) - 2:35 min 06. The Gunners Dream (Waters) 5:29 min 07. Paranoid Eyes (Waters) - 3:35 min 08. Get Your Filthy Hands Off My Desert (Waters) - 1:19 min 09. The Fletcher Memorial Home (Waters) - 4:11 min 10. Southampton Dock (Waters) - 2:14 min 11. The Final Cut (Waters) - 4:44 min 12. Not Now John (Waters)- 5:02 min 13. Two Suns In The Sunset (Waters) - 5:16 min

Das Album wurde alleine von Roger Waters erdacht und führte, nachdem Richard Wright die Band bereits

nach den Arbeiten am Vorgängeralbum The Wall verlassen hatte, mit dem Ausstieg Waters' vorerst zum

Ende von Pink Floyd.

Es ist Roger Waters' Vater Eric Fletcher Waters gewidmet und trägt den Untertitel A Requiem For The Post War Dream. Roger Waters verlor seinen Vater bereits als Kleinkind, als jener in der Schlacht bei Anzio im Zweiten Weltkrieg fiel. Die Kriegsthematik, vor allem die schweren Verluste, die ein Krieg mit sich bringt, verarbeitete Waters bereits stellenweise im Album The Wall, mehr noch im dazugehörigen Film. Neu angefacht wurde die Auseinandersetzung Waters' mit militärischen Konflikten, als 1982 der Falkland- krieg zwischen Großbritannien und Argentinien ausbrach. Bewegt von diesem Ereignis entwickelte er die Idee und Struktur für ein neues Album und konnte dafür auf Material des früheren Schaffens der Band zurückgreifen. So wollte man unter dem Titel Spare Bricks einen Soundtrack zum The Wall-Film ver-öffentlichen, nach seinen Erlebnissen mit dem Falklandkrieg, den er als vollkommen überflüssig und fatal ansah, entschied sich Waters jedoch dazu, die im Soundtrack enthaltene Musik für sein in Planung befindliches Album zu verwenden. Zu Spare Bricks gehörten auch bereits ausgearbeitete Stücke, die eigentlich bereits für The Wall vorgesehen waren, aber keinerlei Verwendung fanden. Das Album ging unter dem Titel The Final Cut in die weitere Bearbeitung, wobei es zu Konflikten zwischen Waters und Gilmour kam, der die Stücke
The Final Cut                                                                                               PINK FLOYD - The Final Cut
David Gilmour - Gitarre, Gesang Nick Mason - Schlagzeug, Perkussion Roger Waters - Bass, Gesang Produktion Roger Waters, James Guthrie, Michael Kamen Studio Verschiedene Studios (8) Juli bis Dezember 1982 Veröffentlicht: 21.03.1983
MEINE SAMMLUNG
The Final Cut The Final Cut
The Final Cut
aus Spare Bricks als nicht ausgereift ansah. Bereits während der Produktion von The Wall distanzierten sich die Bandmitglieder zusehends voneinander - eine Entwicklung, die sich während der Arbeiten an The Final Cut fortsetzte. David Gilmour und  Nick Mason wurden bei der Produktion des Albums lediglich ins Studio bestellt, um ihre jeweiligen Instrumentalparts einzuspielen. Dementsprechend gering fällt auch ihr musikalischer Einfluss aus. Gilmour schrieb einige Gitarrensoli für das Album, ansonsten wurde es aber vollkommen von Roger Waters verfasst. Es ist das einzige Pink-Floyd-Album, in dem Waters bei jedem Song als alleiniger Autor der Musik und der Texte geführt wird. An dem Album wirkten aber ebenfalls Michael Kamen, Andy Bown, Ray Cooper, Andy Newmark und Raphael Ravenscroft mit. Es wurde in acht verschiedenen Studios aufgenommen.                                                                                         Zwar wurde das Album unter dem Namen "Pink Floyd" veröffentlicht, bezeichnenderweise aber mit dem Zusatz:                                                                                         „by Roger Waters - performed by Pink Floyd“. Vor allem der starke Stilwechsel des Albums im Vergleich zu seinen                                                                                         Vorgängern sorgte für Spannungen innerhalb der Band. Nach der Veröffentlichung des Albums war Roger Waters                                                                                         an keinem weiteren Pink-Floyd-Album beteiligt. Er verließ die Band 1985 wegen starker Meinungsverschiedenheiten                                                                                         und hinterließ David Gilmour und Nick Mason als letzte verbleibende Mitglieder. Nach The Final Cut gingen die                                                                                         Bandmitglieder zunächst getrennte Wege. David Gilmour veröffentlichte sein zweites Soloalbum About Face, das er                                                                                         mit einer ausgedehnten Tour promotete. Roger Waters brachte sein bereits zu Zeiten von The Wall komponiertes                                                                                         Werk The Pros And Cons of Hitchhiking heraus. Auch Richard Wright veröffentlichte – zusammen mit Dave Harris unter dem Bandnamen Zee – ein Album namens Identity. Nick Mason erarbeitete gemeinsam mit Rick Fenn sein Soloalbum Profiles. The Final Cut ist, wie viele andere Pink-Floyd-Alben, ein Konzeptalbum; die Stücke haben starken Bezug zueinander und bauen aufeinander auf. In gewisser Weise schließt The Final Cut auch an seinen  Vorgänger The Wall an. Wie dort verarbeitet Waters auch hier wieder ähnliches autobiografisches Material, den Tod seines Vaters im Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig zieht er dabei Rückschlüsse auf die britische Gesellschaft unter Margaret Thatcher und den Falklandkrieg. Im Song The Fletcher Memorial Home wird eine Vision aufgebaut, nach der alle tyrannischen Herrscher der Welt an einem einzigen Ort in einer Art „Heim“  untergebracht werden, in dem sie keinen Schaden anrichten können.                                                                                          Die scheinbare Harmlosigkeit verliert das Stück spätestens an seinem Ende, an dem die Frage steht, ob nun alle schon                                                                                          "drin" seien, damit die Endlösung auf sie angewendet werden könne. Two Suns In The Sunset beschwört das Szenario                                                                                          eines Atomkrieges herauf und bildet einen letzten Aufruf zum Frieden in der Welt, eine Botschaft die das gesamte                                                                                          Album prägt. Cover, Das Front-Cover zeigt mehrere Stoffstreifen, die auf einem schwarzen Hintergrund aufgelegt sind.                                                                                          Es handelt sich dabei um britische Militärabzeichen aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Cover wurde allein von                                                                                          Roger Waters kreiert, was es unter Pink-Floyd-Alben einzigartig macht. Seit dem Album A Saucerful Of Secrets

                                                                                         übernahm die Hipgnosis-Designwerkstatt unter Storm Thorgerson die Gestaltung von Pink Floyd Covern. Thorgerson

                                                                                         wirkte bei späteren Alben wie Pulse jedoch erneut an der Covergestaltung mit.

Nach seiner Veröffentlichung wurde The Final Cut größtenteils negativ aufgenommen. Sowohl Fans als auch Kritiker warfen Waters Gier nach den alleinigen Rechten am Songmaterial vor und der starke Stilwechsel des Albums fand trotz der aktuellen Thematik wenige Befürworter. Eine geplante Tour zu The Final Cut wurde abgesagt. Begleitend zum Album kam ein Video mit demselben Titel heraus, in dem vier der zwölf Titel filmisch umgesetzt wurden. In dem Film wirkt außer Roger Waters keines der übrigen Bandmitglieder mit. Später führte Waters häufig Stücke aus The Final Cut live auf. Die übrigen Mitglieder von Pink Floyd hatten keine Rechte an den Songs, und es ist offen, ob sie an einer Aufführung des Albums überhaupt interessiert gewesen wären. Trotz allem erschien das Stück The Fletcher Memorial Home sowie When The Tigers Broke Free auf dem Compilationsalbum Echoes - The Best of Pink Floyd.
The Final Cut - Artwork The Final Cut - Artwork The Final Cut - inkl. When the Tigers Broke Free The Final Cut - inkl. When the Tigers Broke Free
The Final Cut - inkl. When the Tigers Broke Free
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