Titel CD 1 01. In The Flesh? (Waters) - 3:18 min 02. The Thin Ice (Waters) - 2:28 min 03. Another Brick In The Wall (Part One) (Waters) - 3:21 min 04. The Happiest Days Of Our Lives (Waters) - 1:46 min 05. Another Brick In The Wall (Part Two) (Waters) - 3:56 min 06. Mother (Waters) - 5:32 min 07. Goodbye Blue Sky (Waters) - 2:48 min 08. Empty Spaces (Waters) - 2:06 min 09. Young Lust (Waters/Gilmour) - 3:29 min 10. One Of My Turns (Waters) - 3:37 min 11. Don't Leave Me Now (Waters) - 4:22 min 12. Another Brick In The Wall (Part Three) (Waters) - 1:17 min 13. Goodbye Cruel World (Waters) - 1:05 min CD 2 01. Hey You (Waters) - 4:41 min 02. Is There Anybody Out There? (Waters) - 2:40 min 03. Nobody Home (Waters) - 3:25 min 04. Vera (Waters) - 1:39 min 05. Bring The Boys Back Home (Waters) - 0:51 min 06. Comfortably Numb (Waters/Gilmour) - 6:49 min 07. The Show Must Go On (Waters) - 1:37 min 08. In The Flesh (Waters) - 4:17 min 09. Run Like Hell (Waters/Gilmour) - 4:23 min 10. Waiting For The Worms (Waters) - 3:56 min 11. Stop (Waters) - 0:32 min 12. The Trial (Waters/Ezrin) - 5:18 min 13. Outside The Wall (Waters) - 1:42 min
The Wall stellte nach den Vorgängeralben Wish You Were Here und Animals eine neue Ausrichtung der Musik der Band dar. Zugleich ist es das letzte Studioalbum der Band, das in der „klassischen“, seit 1968 bestehenden Besetzung eingespielt wurde, da Richard Wright am Ende der Aufnahmen veranlasst wurde, Pink Floyd zu verlassen. The Wall erzählt die Geschichte von Pink, einem jungen als Musiker erfolgreichen Mann, der aufgrund der Überbehütung durch seine Mutter Mother, der Abwesenheit seines im Krieg gefallenen Vaters Another Brick In The Wall Part I, When The Tigers Broke Free, Liebesaffären Young Lust, dem Umstand, von seiner Frau betrogen und verlassen worden zu sein Young Lust, Don´t Leave Me Now und der Grau- samkeit der Lehrer in der Kindheit The Happiest Days Of Our Lives eine imaginäre Mauer um sich errichtet, die ihn vor äußeren emotionalen Einflüssen schützen soll. Nachdem er die Mauer aufgebaut hat, verzweifelt der junge Mann jedoch an seiner Existenz, weil er durch sie von sozialen Kontakten weitgehend abgeschirmt ist.                                                                                   Unfähig, die Mauer einzureißen, verabschiedet sich der                                                                                   Protagonist von der für ihn grausamen Welt Goodbye, Cruel                                                                                        World. Anstatt sich jedoch umzubringen, versucht er, die                                                                                   letzten verbleibenden Gefühle zu unterdrücken und zieht sich                                                                                   in sich selbst zurück. Er ist nun drogenabhängig, apathisch                                                                                   und verbringt die meiste Zeit reglos und allein vordem                                                                                   Fernseher Nobody Home. Als er für einen Auftritt von einem Arzt mit Beruhigungsmitteln behandelt wird Comfortably Numb nehmen seine Drogenfantasien überhand: Zunächst entwickelt er Verfolgungswahn Run Like Hell, und in seinen Vorstellungen wird er sodann zu einem totalitären Agitator, der in seiner Wut auf die Welt gegen Minderheiten hetzt.Am Ende seines Wahns ist Pink nicht mehr in der Lage, alle Emotionen zu unterdrücken, und klagt sich selbst des Vergehens, Gefühle gezeigt zu haben, vor einem imaginären Gericht an. Das Gericht nimmt die Zeugenaussagen von Lehrer, Ex-Frau und Mutter entgegen und verurteilt den Angeklagten: Als Strafe soll er vor seinesgleichen zur Schau gestellt werden - die Mauer wird eingerissen The Trial. Der verletzliche Pink ist nun freigegeben, und ein neues Leben scheint sich anzubahnen Outside The Wall – allerdings bricht die letzte Melodie an genau der Stelle ab, an der das Album begonnen hat: Vielleicht beginnt Pinks Leidensweg also auch einfach wieder von vorn. Die Person des als Soldat verstorbenen Vaters trägt autobiografische Züge, da

Roger Waters' Vater Eric Fletcher Waters im Zweiten Weltkrieg fiel. Besonders im Stück When The Tigers

Broke Free verarbeitet Waters den Verlust seines eigenen Vaters, der als Soldat der „Royal Fusiliers

Company C“ am 16. Februar 1944 bei der Verteidigung eines Brückenkopfes in Anzio (Italien) getötet wurde,

als deutsche Kampfpanzer vom Typ Tiger die alliierten Stellungen durchbrachen. Dieser Titel ist allerdings

nicht auf  dem Album enthalten, Waters schrieb ihn extra für eine entsprechende Szene im später

entstandenen Film.

The Wall                                                                                                       PINK FLOYD - The Thin Ice
David Gilmour - Gitarre, Gesang Nick Mason - Schlagzeug, Percussion Roger Waters - Bass, Gesang Richard Wright - Keyboard, Gesang Produktion Bob Ezrin, David Gilmour, James Guthrie, Roger Waters Studios Super Bear Studios – Miravel, France Britannia Recording Studios, Islington CBS – New York Producers Workshop – Los Angeles Dezember 1978 bis November 1979 Veröffentlicht: 30.11.1979
Das Stück Vera ist eine Anspielung auf Vera Lynn, eine im Zweiten Weltkrieg für ihre vor allem bei britischen Soldaten beliebten Lieder bekannte Sängerin. Pink Floyd nimmt in diesem Stück Bezug auf Lynns Song We'll Meet Again aus dem Jahr 1942. The Wall ist das weltweit meistverkaufte Doppelalbum und war für einige Jahre auch das weltweit meistverkaufte Album überhaupt, bis es von Michael Jacksons Thriller übertroffen wurde.                                                                                     Bedingt durch die aufwändige und teure Bühnenkonstruktion wurde The Wall in den Jahren 1980 und 1981 lediglich in                                                                                     New York, Los Angeles, London und Dortmund an jeweils mehreren Abenden in Hallen aufgeführt. Die Uraufführung                                                                                     fand am 7. Februar 1980 in Los Angeles statt. Während der ersten Konzerthälfte wurde schrittweise quer über die                                                                                     Bühne eine Mauer, bestehend aus quaderförmigen Pappe-Bausteinen, errichtet. Mit jedem weiteren Lied kamen neue                                                                                     Steine hinzu, so dass sie mit dem letzten Ton des letzten Liedes Goodbye Cruel World geschlossen wurde.                                                                                     Anschließend fand eine rund dreißigminütige Pause statt. In der zweiten Konzerthälfte spielten Pink Floyd hinter der                                                                                     Bühne, während vorne eine maskierte „Ersatzband“ agierte. Im Stück In The Flesh propagiert der Protagonist dieser „Surrogate band“ (Andy Bown, Snowy White, Willie Wilson und Peter Woods) in einer Rede seine faschistische Entschlossenheit. Bei der Uraufführung wurden willkürlich Zuschauer zu bestimmten Textpassagen ausgewählt und mit einem Spotlicht angeleuchtet, so zum Beispiel bei „Are there any queers in the theatre tonight?“ oder „This one looks Jewish, and this one's a coon!“, schließlich kommentiert mit „If I had my way, I'd have all of you shot!“. Zum Finale seiner Rede fielen an den Wänden Banner mit den gekreuzten Hämmern herunter, in den Farben schwarz, weiß und rot. Vor allem vor Run Like Hell pflegte Waters alias Pink zudem das Publikum zu beschimpfen: „Are there any paranoids in the audience tonight? Is there anyone who worries about things? Pathetic! This is for all you weak people in the audience!“ .                                                                                     Bei Run Like Hell traten Pink Floyd vor die Mauer und spielten mit der „Ersatzband“. Ansonsten waren in der zweiten                                                                                     Hälfte der Shows nur in einzelnen Szenen, wie beispielsweise der Hotelzimmerszene, in der Roger Waters als Pink vor                                                                                     dem Fernseher sitzt, einzelne Bandmitglieder zu sehen. Und David Gilmour wurde z. B. bei einem seinem Gitarrensoli zu                                                                                     Comfortably Numb mittels einer Hebebühne auf Mauerhöhe gehoben, so dass er von den Zuschauern zu sehen war.                                                                                     Auf die Mauer wurden im Laufe des Konzerts mehrfach Trickfilmszenen projiziert. Am Schluss wurde diese Mauer (mit                                                                                    Geräuschen einer gewaltigen Explosion) zerstört und fiel in sich zusammen; dahinter wurden dann wieder die Pink-Floyd-                                                                                    Musiker sichtbar. Es folgte sodann das Schlusslied der Band „unplugged“, also völlig ohne jegliche elektronisch unterstützte Musik. Spektakulär waren auch die riesengroßen Marionetten, die während der Show als Lehrer oder Mutter zu sehen waren. 1982 wurde das Album von Alan Parker und Gerald Scarfe mit dem Musiker Bob Geldof in der Hauptrolle verfilmt. Der Film enthält ein neues Lied When The Tigers Broke Free sowie Neu- einspielungen von älteren Liedern wie Mother und Empty Spaces. Der Film The Wall ist zusammengesetzt aus Realfilm- und Zeichentricksequenzen von Scarfe. In den Zeichentrickteilen wird insbesondere die Mauer visualisiert, sie dienen der Darstellung von Pinks Innenleben.                                                                                    Nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahre 1989 wurde The Wall am 21. Juli 1990 am Potsdamer Platz nochmals auf-                                                                                    geführt. Das Konzert wurde von Roger Waters geleitet. Alle Mitwirkenden (u. a. Paul Carrack, Cyndi Lauper, Sinéad                                                                                    O’Connor, Joni Mitchell, Jerry Hall, Bryan Adams, The Hooters, Scorpions, Van Morrison, Ute Lemper) verzichteten auf die                                                                                    Gage. Der Erlös in Höhe von sechs Millionen DM wurde an die Stiftung World War Memorial Fund for Disaster Relief                                                                                    gespendet. Für dieses Konzert wurden etwa 200.000 Karten verkauft, unmittelbar vor dem Konzert wurden die Tore aber                                                                                    aus Sicherheitsgründen geöffnet, weil noch viel mehr Menschen ohne Eintrittskarte auf das Festivalgelände drängten.                                                                                    Einzelne Lieder der Produktion waren auch auf den folgenden Pink-Floyd-Tourneen und den weltweiten Konzerten von Roger Waters und auch David Gilmour zu hören. In den Jahren 2010 bis 2013 brachte Roger Waters The Wall zum ersten Mal seit 1990 wieder in kompletter Länge auf die Bühne. Das Opus magnum von Waters und Pink Floyd ist mittlerweile das Werk der Rockgeschichte, über welches die meisten akademischen Arbeiten verfasst worden sind. Diese reichen von der Musikwissenschaft über die Soziologie bis hin zur Anglistik und zur Theologie.
The Wall - Live 1980 The Wall - Live 1980 The Wall - Filmszene The Wall - Live in Berlin 1990
ROGER WATERS - The Wall                                                                    HD Trailer
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